Übersetzung in´s Hochdeutsche:

Eine Plattdeutsche Geschichte

Geschrieben von Manuela Kiesling aus Barmstedt im Juli 2019

Wie schön ist doch unsere Natur – wenn wir sie lassen

 

Immer, wenn ich bei Aldi entlang zur Au fahre, dann denke ich mir, dass die Stadt die Randstreifen da auch mal wieder mähen kann. Sieht ja alles so wild und zugewachsen aus. Nicht schön für das Stadtbild. An der Au ist so ein kleines Bisschen gemäht worden, ja. Aber der Rest?

 

Dann habe ich in unserer Zeitung von einem Spaziergang entlang der Au mit dem NABU gelesen. Den hab ich mitgemacht und nun sehe ich die Sache anders.

 

Das hat gedauert, bis der NABU die Stadt überzeugen konnte, nicht den ganzen Randstreifen abzumähen, sondern sehr viel stehen zu lassen, damit die kleinen Insekten ein Zuhause haben. Was da alles kriecht und fliegt habe ich gar nicht gewusst. Schmetterlinge und Nachtfalter, von denen ich noch nie etwas gehört habe, tummeln sich da mit Fliegen, Bienen und Hummeln.

 

Und dann all die Pflanzen: Mädesüß mit einem wunderbaren Duft, Dost mit seinen feinen Blüten, die Platterbse, die mit ihren gelben Blüten leuchtet, die mannshohe Distel, die schon von weitem auf sich aufmerksam macht und, und, und. Ich habe gar nicht gewusst, dass man da so viel zu sehen kriegt.

 

So viel Natur mitten in unserer Stadt. Das ist großartig! Wir lesen so viel, dass unsere Insekten immer weniger werden. Hier bei uns geben wir der Natur eine echte Chance. Bei uns ist das nicht zu spät. Ich bin stolz auf alle, die da Anteil daran haben.

 

Wenn ich nun meine Runde durch Barmstedt drehe, dann habe ich das immer im Hinterkopf und sehe das alles mit anderen Augen. Probiert das doch auch mal aus – die reinste Meditation ….

 

Originaltext