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| Kopfweidenpflege
in Bokel |
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Am
Samstag, dem 15. Januar 2011
wurden in Bokel 43 Kopfweiden auf
den Kopf gesetzt.
Insgesamt 19
Mitglieder und Freunde unserer
Gruppe arbeiteten gemeinsam mit
dem Bokeler Landwirt Wilhelm
Schnoor und seinen Verwandten. |
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| Die
Webmasterin beim praktischen
Naturschutz |
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Links und rechts der
Bergstraße in Bokel, die gegenüber der
Einfahrt zur Bokeler Mühle beginnt,
stehen an die hundert Kopfweiden. In
diesem Jahr wuren die Weiden auf der linken Straßenseite auf den Kopf gesetzt.
Kopfweiden gehören zu
unserer norddeutschen Kulturlandschaft.
Früher hatten sie eine große
wirtschaftliche Bedeutung. Sie lieferten
zum Beispiel Material für die
Korbflechterei, für Gerätestiele oder
für Holzschuhe. Das Holz diente auch als
Baumaterial oder als Brennholz.
Heute ist Weidenholz kaum
noch gefragt. Aber die Pflege der Bäume
ist sehr aufwendig: Bäume wurden früher
auf den Kopf gesetzt, weil es an den
Schnittstellen zu vermehrtem
Längenwachstum kommt. Was aber früher
als Vorteil galt, wird heute häufig als
Nachteil angesehen. Bei der Pflege fällt
viel Schnittmaterial an, für das niemand
mehr Verwendung hat.
Entfällt aber die Pflege
und die Äste werden zu groß und schwer,
droht der Stamm durch die veränderte
Statik auseinander zu brechen.
Der Stamm einer alten
Kopfweide weist in der Regel viele
Hohlräume auf, denn durch den häufigen
Schnitt werden diese Bäume schnell
morsch. Diese Höhlungen dienen vielen
Säugetieren als Versteck und Wochenstube.
Hunderte von Insekten sind von diesen
Bäumen abhängig und auf den morschen
Schnittstellen siedeln sich eine Vielzahl
von Pflanzen, Moosen und Farnen an.
Kopfweidenhöhlen dienen 11 verschiedenen
Vogelarten als Nistplatz. Besonders der
stark gefährdete Steinkauz ist auf diese
von Mensch und Natur gestalteten Bäume
angewiesen.
Wir pflegen schon seit
Jahren Kopfweiden in der Umgebung und
macht auch Neuanpflanzungen, um diesen
wichtigen Lebensraum zu erhalten.
Die Aktion in Bokel dauerte ca. 3,5 Stunden. Es wurde mit 4
Motorsägen gearbeitet. Die dünnen Äste
kleinerer Bäume konnten man vom Boden
aus schneiden. Bei älteren Weiden und in
größerer Höhe benötigt man zumindest
eine Leiter. Landwirt Wilhelm Schnoor
stellte seine Fahrzeuge zur Verfügung.
So konnte von einer Traktor-Bühne aus
gearbeitet werden, was die
Arbeitssicherheit erhöhte, genau wie das
von uns speziell für den
Kopfweidenschnitt angeschaffte
Leichtmetallpodest, auf dem man in einer
wesentlich günstigeren Position steht,
als auf einer angelehnten Leiter.
Vom
NABU waren 11 Männer, 1 Junge, 6 Frauen und ein 15 Monate altes
Mädchen gekommen. Der Weidenschnitt wurde zusammenzutragen und zum
Schredder gebracht. Die jüngste Aktive trug an der Seite ihrer
Mutter kleine Zweige zusammen. Um 12:15 Uhr war die Arbeit getan und
sämtliche Wei- denruten geschreddertt. Es musste nur noch kurz die
Straße gekehrt werden.
Mit dem Traktor wirklich ein
Klacks.
Man war allgemein zufrieden
mit dem Einsatz und dem Wetter - es hat nicht geregnet oder geschneit. Im Anschluss gab es bei
Wilhelm Schnoor eine deftigen Eintopf
zur Stärkung. |
| M. Lohmann |
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Fotos:
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Kopfweidenpflege
in Bokel 2011 |
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